Eine aufmerksame Ärztin mit kurzen grauen Haaren im Gespräch mit einer Patientin.
Wenn Magenbrennen ein Fall für den Arzt ist
Gelegentliches Magenbrennen nach einem üppigen Abendessen ist meist unproblematisch. Klingen aber die Beschwerden nach zwei Wochen nicht ab oder besteht der Verdacht, dass es sich um GERD handeln könnte, sollte für eine genauere Abklärung der Hausarzt aufgesucht werden.

Sie haben Magenbrennen und können nichts dafür

Nicht immer sind ungesunde Lebens- und Essgewohnheiten für ein häufiges Auftreten von Magenbrennen verantwortlich. Etwa 10% der Bevölkerung leidet unter einem pathologischen Reflux. Das bedeutet, dass Magenbrennen bei diesen Personen eine Krankheit ist. Viele Betroffene sind sich dessen nicht bewusst und versäumen es, einen Arzt zu konsultieren. Dabei kann eine gastroösophageale Reflux-Erkrankung – besser bekannt unter der englischen Abkürzung GERD – zu langfristigen Komplikationen führen.

Mehr über die Diagnose GERD

Gehen Sie zum Arzt, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft!

  • Sie haben mehrmals pro Woche Magenbrennen und die Beschwerden klingen nach ein bis zwei Wochen nicht ab.
  • Die Beschwerden treten nachts auf.
  • Sie haben Magenbrennen mit zusätzlichen Beschwerden wie Oberbauchschmerzen (vor allem in der Magengrube), Erbrechen (Blut), Schluckprobleme, Völlegefühl, Fieber oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust.
  • Sie haben den Verdacht, dass es sich um GERD handeln könnte.

Als Alternative zum Arztbesuch gibt es auch die Möglichkeit einer telefonischen Beratung oder Video-Konsultation, z.B. via ee doctors, der ersten virtuellen Arztpraxis fürs Smartphone. Manche Versicherungen bieten ebenfalls medizinische Erstberatung über Telefon an oder erstatten es. Von Vorteil dabei ist, dass Sie sich zu einer beliebigen Tageszeit und von (fast) überall ärztlich beraten lassen können.

Mehr zu eeDoctors erfahren Sie hier

Ein junger Mann mit strubbeligen Haaren liegt schlaflos auf der Seite und hat das Gesicht auf die verschränkten Arme gelegt.

So geht der Arzt bei der Abklärung vor

Der Arzt beurteilt die klinischen Symptome, die Patientengeschichte und das Ansprechen auf Medikamente. Die Schwierigkeit bei der Diagnose von Reflux ist, dass die Krankheit zum Teil ganz ohne Symptome auftreten kann.

Einer der ersten Schritte für die genauere Abklärung eines andauernden Refluxes ist eine Magenspiegelung. Ein Beweis für die Krankheit liegt vor, wenn in der Speiseröhre eine Entzündung oder eine Umwandlung der Schleimhaut an der Oberfläche festgestellt wird. Eine andere Möglichkeit zur Diagnose bildet eine pH-Metrie. Dazu wird über 24 Stunden die Säure in der Speiseröhre gemessen.

Wann macht es Sinn eine Magenspiegelung durchzuführen?

Nur mit einer Magenspiegelung ist es möglich, eine Erkrankung der Speiseröhre oder des Magens auszuschliessen oder zu erkennen. Empfehlenswert ist diese, wenn Sie auch nach zweiwöchiger Einnahme von Medikamenten weiterhin Reflux-Beschwerden haben, oder wenn neben diesen Beschwerden Alarmsymptome wie Fieber, Schluckschwierigkeiten, Blutarmut oder Gewichtsverlust vorliegen. Betroffene ab einem Alter von 50 Jahren sollten, selbst wenn neben den Reflux-Beschwerden keine weiteren Symptome bestehen, eine Magenspiegelung in Erwägung ziehen.

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